Hierzu gibt es mehrere Vermutungen. Die gebräuchlichsten sind:

  1.  Die Pest soll in früherer Zeit alle sieben Jahre verstärkt aufgetreten sein. Man hat gehofft, durch die Aufführung des Schäfflertanzes in diesem Rhythmus der Pest Einhalt gebieten zu können.
  2. Die Zahl sieben gilt in der Mythologie als Glückszahl. Es ist möglich, dass man aus diesem Grunde die Aufführung des Schäfflertanzes alle sieben Jahre wiederholt.
  3.  In München gab es früher neben dem Schäfflertanz noch mehrere Handwerksbräuche (z. B. den Metzgersprung). Man darf annehmen, dass die Schäffler nach einem bestimmten Zeitplan der Zünfte eingesetzt wurden und dass dieser Zeitplan auch dann beibehalten wurde, als andere Gesellenorganisationen ihre öffentlichen Darbietungen unterließen.
  4. Herzog Wilhelm IV gab damals aus Dankbarkeit den Schäfflern das Recht, alle sieben Jahre ihren Tanz aufzuführen.

In den Jahren 1730, 1746 und 1749 fanden nachweislich feste Tänze statt. Seit 1760 wird der Schäfflertanz alle sieben Jahre auf geführt. In diesem Jahr ist der 7-jährige Turnus in den kurfürstlichen Kabinettsrechnungen nachweisbar. Es wird hier vom „alle sieben Jahre zur Fastnachtszeit gewöhnlichen öffentlichen Reiftanz“ gesprochen.